Camping du Pont d’Avignon

Camping du Pont d’Avignon

Camping du Pont d’Avignon

Schweren Herzens sind wir von der sonnigen Côte d’Azur wieder weg in Richtung Norden aufgebrochen. Der Plan war via Avignon und Grossraum Grenoble heimwärts zu fahren.

Das Lied “Sur le pont d’Avignon” hat mein Vater uns als Kinder viel vorgesungen, wie geschichtsträchtig Avignon ist, war mir aber nicht bewusst, oder ich habe diese Geschichtslektionen bereits wieder vergessen! Unserer älterer Sohn war auf jeden Fall Feuer und Flamme, als er gehört hatte, dass es da einen Palast, eine berühmte Brücke und geschichtsträchtige Kriege gab.

Das Wetter meine es an diesem Tag gut mit uns und wir sind bei Sonnenschein in die Stadt hineingefahren. Auch die Brücke zeigte sich von ihrer besten Seite.

Der Campingplatz

Der Campingplatz, den wir ansteuerten liegt in der Mitte der Rhone auf einer kleinen Insel und trägt den naheliegenden Namen Camping du Pont d’Avignon. Der Platz hatte sehr gemischte Bewertungen, teilweise auch sehr schlechte. Wir hatten ihn vor allem wegen seiner Lage ausgesucht, denn ganz in der Nähe befindet sich eine kostenlose Fähre, mit der man ganz schnell im historischen Zentrum ist. Und da wir sowieso nur zwei Nächte bleiben wollten, haben wir weniger Komfort dafür Zentrumsnähe in Kauf genommen.

Auch hier wurden wir sehr freundlich begrüsst. An der Rezeption war es zwar etwas hektisch und chaotisch, aber wir bekamen schnell einen Platzplan und durften uns den Stellplatz fast ganz frei wählen. Nur ein paar wenige Bereiche waren nicht in der ACSI Karte inbegriffen.

Auch dieser Platz hatte gerade erst geöffnet und auch hier war man der Meinung, dass man zuerst öffnet und dann alles bereit beziehungsweise instand stellt. So waren von den Sanitärhäusern noch nicht alle geöffnet und auch der Laden war noch in Winterruhe. Dort haben sie erst gerade mit dem Frühlingsputz angefangen. Zu Kaufen gab es da noch nichts, aber an der Rezeption konnte man für den Morgen Brötchen bestellen.

Sowohl die Wege, wie auch die Stellplätze waren unserer Meinung nach absolut in Ordnung. Wer gerne gerade Rasenkanten hat, wird hier aber enttäuscht. Aber das Gras war gemäht und es lagen auch nicht viel Äste herum. Das erwähne ich deshalb, weil das in den schlechten Bewertungen sehr oft auftauchte. In den Tagen, an denen wir dort waren, wehte gerade der Mistral und hat einiges an Blättern, Blüten und Ästen herunter gefegt, dennoch sah der Platz anständig aus. Der Bereich zum Zelten war eindeutig noch nicht bereit gemacht worden. Dort waren die Plätze noch nicht gemäht und auch noch nicht aufgeräumt. Wir haben aber auch nur ein einziges Zelt gesehen. Bis die Saison richtig los geht, werden wohl alle Plätze bereit sein.

Dass der Laden am Anfang der Saison noch absolut gar nichts anbietet, ist gut zu wissen. Das hatten wir im ACSI Buch bereits gelesen und hatten auf dem Weg Proviant geladen. So war es für uns kein Problem. Und falls man dringend etwas braucht, ist man ja auch ganz schnell in der Stadt. Obwohl man auch hier beachten muss, dass im April noch sehr viele Geschäfte geschlossen sind.

Wir waren mit dem, was der Platz zu bieten hatte, absolut zufrieden. Der schön angelegte Pool war noch leer, aber Dank des Mistrals hatten wir kein Bedürfnis schwimmen zu gehen. Wir hatten mehr als genügend Platz und es hatte einen sehr grosszügigen und schönen Spielplatz. Das ist uns viel wichtiger als exakt geschnittene Hecken.

Um mit der Fähre in die Stadt zu gelangen muss man aussen um den Campingplatz herumgehen. Es wäre toll, wenn es auf der Seite der Rhone einen Fussgänger-Eingang hätte, aber es war auch zu Fuss kein Problem!

Das historische Zentrum

Die kleine Fussgängerfähre fährt etwa alle 15 Minuten und die Fahrt ist auch nur ganz kurz. Dann steht man direkt unten an der historischen Mauer. Hier führt eine Treppe zum historischen Zentrum der Stadt.

Die Brücke, der Palast und die Museen sind das ganze Jahr geöffnet und wirklich eindrücklich. Wenn man etwas geduldigere oder schon etwas ältere Kinder hat, ist auch das Museum sehr spannend und sonst reicht die Brücke allemal, um ein wenig in die Geschichte einzutauchen.

Für jeden bezahlten Eintritt bekommt man ein Audiogerät, mit dem man sich an verschiedenen Stellen auf der Brücke über die geschichtlichen Ereignisse informieren kann. Kinder, die noch nicht bezahlen müssen, kriegen auch kein Gerät, aber für uns war das Teilen kein Problem.

Die Brücke ist sehr eindrücklich, vor allem bei starkem Mistral. Alles gut festhalten!!! Denn der Rand der Brücke ist nur mit einem kleinen Geländer aus jeweils zwei Standen gesichert. Und hier muss man besonders mit Kindern aufpassen. Man kann mit etwas kindlicher Fantasie problemlos unten durch oder oben drüber klettern und dann geht es weit nach unten ins Wasser! Da ich an diesem Tag mit den Jungs alleine unterwegs war, war es eine ziemliche logistische Leistung mit all unseren Jacken, Sonnenbrillen, Kamera, Kamerahüllen und beiden Kindern wieder von der Brücke zu kommen, ich hatte eindeutig zu wenig Hände. Wenn der Mistral noch stärker weht, wird die Fähre und auch die Brücke aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Nach der Besichtigung waren wir hungrig und gleich bei der Brücke am Eingang zur Stadt befindet sich eine grossartige Gelateria. Sie ist für ein Tourismuszentrum natürlich ziemlich teuer, aber unglaublich lecker!!! Für uns war es der krönende Abschluss eines spannenden Tages.

NameCamping du Pont d’Avignon
ArtCampingplatz
Adresse10 chemin de la Barthelasse
84000 Avignon
GeöffnetMärz bis November
Anzahl Stellplätze300 Stellplätze
VersorgungStrom
Ver- und Entsorgung
Wi-Fi
kleiner Laden
wwwhttps://www.aquadis-loisirs.com/de/campingplatz-pont-davignon/

Camping du Pont d’Avignon

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